Dieses hochintegrierte System wurde für einen
Grosskunden aus dem Finanzbereich zur Synchronisation
von momentan 17 physikalisch getrennten Netzwerken
gebaut, in denen mehrere hundert Server und einige
tausend Clients angeschlossen sind. Durch die
Anschlussmöglichkeit eines weiteren
Gehäuses mit bis zu 16 weiteren Servermodulen
ist die Ausbaufähigkeit auf bis zu 33 Netzwerke
gegeben, der Platzbedarf für das System
entspricht 6 Höheneinheiten in einem
Standard-19" Rack, das Erweiterungsgehäuse
entspricht weiteren 3 Höheneinheiten.

Frontansicht
Die einzelnen LAN-CPU-Module und das SYS-CPU-Modul
stellen jeweils einen eigenständigen NTP-Server
dar und werden von dem Secure Hybrid System mit der
hochgenauen Zeit versorgt. Dabei werden beide
Zeitquellen (PZF/DCF77 und GPS) ständig
miteinander verglichen. Sobald die Differenz zwischen
beiden Signalen ein einstellbares Limit
überschreitet, wird ein Time Limit Error
ausgelöst und die Versorgung der NTP Server mit
der DCF77/GPS Zeit wird unterbunden. Dadurch ist das
System gegen die Manipulation der beiden Zeitquellen
geschützt. Die Wiederherstellung der Ausgabe der
Zeitinformation muss durch einen Bediener
ausgelöst werden.
Beim Ausfall eines der beiden Signale
übernimmt der jeweils andere Empfänger die
Versorgung des gesamten NTP-Serververbunds. In dieser
vom Kunden gewünschten Konfiguration ist das
DCF77/PZF Signal die primäre Quelle, erst wenn
sie ausfällt, wird auf GPS umgeschaltet.
Sollten beide Signale ausfallen, übernimmt
ein hochstabilier Rubidium-Oszillator die
Führung, der im Normalbetrieb (d.h. solange der
Empfang eines Zeitsignals möglich ist) durch den
GPS-Empfänger diszipliniert wird.

Rückseite
Das SYS-CPU Modul ist sternförmig mit den
LAN-CPUs "nur lesend" verbunden und kann an die
Module keine Informationen senden. Dadurch wird
gewährleistet, dass die physikalische Trennung
der einzelnen von den LAN-CPUs und der SYS-CPU
versorgten Netzwerke bestehen bleibt. Die
Konfiguration der LAN-CPUs muss somit auf jedem Modul
selbst vorgenommen werden. Dafür steht an jedem
Modul eine eigene serielle Schnittstelle zur
Verfügung, nach Konfiguration der
Netzwerkparameter kann allerdings wie bei jedem
Standard-LANTIME auch die Konfiguration und das
Management z.B. per SSH, HTTPS oder SNMP vorgenommen
werden (Demo).
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